Montag, 28. April 2008
Donnerstag, 24. April 2008
GERUCHSWAHRNEHMUNG

der erste reizpunkt eines duftes
ist die riechschleimhaut. hier sitzen
die riechsinneszellen, wovon wir rund
3 millionen besitzen. jede dieser zellen
ist auf einen bestimmten duftstoff
spezialisiert. bei dem beispiel kaffee
werden gleichzeitig 15 verschiedene,
für den geruchseindruck relevante sorten,
riechzellen aktiviert. am rezeptor
der riechzelle angekommen, löst
der duftstoff in der zelle einen
elektrischen impuls aus und wird
an das gehirn weitergeleitet.
einer der informationswege führt
vom riechhirn direkt zum sitz
der emotionen, in einem hirnteil
mit dem namen madelkern.
er gehört zum sogenannten
limbischen system. im mandelkern
erzeugen die eintreffenden
duftinformationen blitzschnell
ein gefühl. parallel zur
unterbewussten verarbeitung
der informationen aus der nase
dringen dürfte auch in unser
bewusstsein vor. allerdings nur,
wenn der geruch intensiv genug
ist. die identifikation eines
duftes ist ein lernprozess.
ob wir einen duft mögen oder
nicht, ist nicht angeboren.
es ist vielmehr abhängig von
unserer erfahrung, die wir
mit einem geruch haben.
PROJEKTBESCHREIBUNG

es gibt keinen raum, kein objekt, keinen menschen
und keine kommunikation ohne geruch. in den düften
verbirgt sich ein reichtum an erinnerungen, seniblen
momenten, zeichen und verlockungen. von allen sinnen
wird das riechen mehr unterschätzt und nicht ist so
entscheidend für die kommunikation der menschen.
sinne sind in unserem leben wie auch für uns designer
elementarer bestandteil, die unsere prozesse der
kommunikation entscheidend beeinflussen. allerdings
wird unsere sensibelste trigeminale wahrnehmung im
dialog mit design oft eher oberflächlich untersucht und
eingesetzt.
atem bedeutet zu riechen. mit jedem atemzug gelangen
duftmoleküle in die nase und können dort geruchsempfindungen
auslösen. diese momente zähen als die stärksten momente
der wahrnehmung. der großteil der einflussnahme durch duft
geschieht jedoch im unterbewusstsein. dank unserer
olfaktorischen wahrnehmung können wir uns orientieren,
die umwelt wahrnehmen und begreifen. sie kommuniziert
als elementare schnittstelle zwischen der physischen und
psychischen welt. sie verbindet uns mit der außenwelt.
nimmt einfluss auf gefühle, die urteilskraft, handlungen
und verhaltensweisen. der körper als
ein medium der kommunikation.
durch sinnige infragestellung von bestehendem,
fleißarbeit und von mir selbst auferlegter regelwerke,
möchte ich mich sensibilisieren und dialogformen zwischen
sehen, hören, tasten und schmecken finden.
HOCHSCHULE FÜR ANGEWANDTE WISSENSCHAFTEN
EINE ARBEIT DENISE BUSCH
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