
der erste reizpunkt eines duftes
ist die riechschleimhaut. hier sitzen
die riechsinneszellen, wovon wir rund
3 millionen besitzen. jede dieser zellen
ist auf einen bestimmten duftstoff
spezialisiert. bei dem beispiel kaffee
werden gleichzeitig 15 verschiedene,
für den geruchseindruck relevante sorten,
riechzellen aktiviert. am rezeptor
der riechzelle angekommen, löst
der duftstoff in der zelle einen
elektrischen impuls aus und wird
an das gehirn weitergeleitet.
einer der informationswege führt
vom riechhirn direkt zum sitz
der emotionen, in einem hirnteil
mit dem namen madelkern.
er gehört zum sogenannten
limbischen system. im mandelkern
erzeugen die eintreffenden
duftinformationen blitzschnell
ein gefühl. parallel zur
unterbewussten verarbeitung
der informationen aus der nase
dringen dürfte auch in unser
bewusstsein vor. allerdings nur,
wenn der geruch intensiv genug
ist. die identifikation eines
duftes ist ein lernprozess.
ob wir einen duft mögen oder
nicht, ist nicht angeboren.
es ist vielmehr abhängig von
unserer erfahrung, die wir
mit einem geruch haben.
Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen